Betreute Taubenschläge
Die effektivste und nachhaltigste Form der Populationskontrolle von Stadttauben ist das Betreiben von Taubenschlägen, in denen Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden.
Es gibt verschiedene Modelle, die sich hauptsächlich durch die Gewöhnung der Tauben an den Taubenschlag unterscheiden. Die häufigsten Modelle sind das Augsburger- und das Regensburger-Modell.
Damit die Modelle funktionieren müssen gewisse Begleitvoraussetzungen umgesetzt werden bzw gegeben sein:
- So sollte besonders darauf geachtet werden, dass in der Umgebung des Bauwagens keine Essensreste liegen und auch jegliche anderweitige Fütterung der Tauben oder Vögel sollte nicht stattfinden, damit die Tauben nur im Wagen ihr Futter aufnehmen.
- Die Stadt muss bei Baumaßnahmen darauf achten, dass nicht neue Nistmöglichkeiten bereitet werden. Das sind zum Beispiel Vorsprünge oder Nischen an Gebäuden.
- Außerdem müssen alte Nistplätze der Tauben tierschutzkonform und wenn die Tauben das Gelege aufgegeben haben bzw. wenn die Küken flügge sind, vergrämt”, (d.h. nicht mehr zum nisten geeignet,) werden.



Vorteile
Diese Art der Populationskontrolle bietet viele Vorteile:
- Die Tauben finden im Schlag Nistplätze sowie artgerechtes Futter und halten sich dann aufgrund ihrer Standorttreue überwiegend dort auf.
- Die Tauben laufen weniger in der Fußgängerzone umher, um Futter zu suchen.
- Die Eier werden gegen Kunststoffattrappen ausgetauscht, sodass weiterer Nachwuchs verhindert wird. Eine Legenot oder ein direktes Nachlegen wird allerdings dadurch verhindert, dass die Tauben eine gewisse Zeit auf den Kunsteiern brüten.
- Ein Großteil des Kots fällt im Schlag an.
- Die Tauben werden im Schlag artgerecht gefüttert, was den Allgemeinzustand des Taubenbestands verbessert.
